„Das meiste schaffe ich von unterwegs!“

Guten Morgen ☀️?

Na sitzt du gerade in der Bahn, im Flugzeug, am Bahnhof, Zuhause oder gar auf der Toilette und arbeitest?

Wenn ich Menschen in meinem Umfeld frage, wo sie so richtig viel geschafft bekommen,… dann… erhalte ich meistens einen der oben genannten Orte als Antwort.

Wieee bitte??? 

Keiner bekommt so richtig viel an dem Ort geschafft, zu dem wir alle morgens hinpilgern. Für den wir viele Lebensstunden im Stau stehen, auf die Bahn warten oder morgens aufs Rad steigen (je nach Wetter). Der Ort wo wir auf andere Menschen treffen, uns mit ihnen austauschen und Dinge voran treiben? 

Warum ist das so? Warum schaffen wir es nicht, richtig in den Flow zu kommen, konzentriert zu arbeiten und Dinge wirklich fertig zu machen? ?

Ist doch irgendwie schade, dass wir auf der Arbeit nicht unsere Arbeit schaffen.

Ich erinnere mich noch an eine Freundin von mir (nennen wir sie Gundula), die mit mehreren Kollegen im Büro saß. Sie wollte einfach nur ihre Ruhe, um dieses eine Projekt fertig zu bekommen. Ständig kam jemand vorbei. Der Kollege, die Kollegin wollte ein Schwätzchen halten, das Telefon klingelte, der Chef wollte was und am Ende des Tages steht die Frage, die wir uns dann meistens stellen… „Was habe ich heute eigentlich geschafft“?

Eines morgens auf dem Weg zur Arbeit kam Gundula die Idee. ?

Nach dem sie sich ihr morgendliches Frühstück und wie immer ihren Cappuccino am Bäcker an der Ecke gekauft hatte, kam sie an einer Baustelle vorbei. Gedankenverloren trank sie ihren Kaffee und beobachte die Bauarbeiter, während sie darauf wartete, dass die Ampel auf grün umsprang. Dabei fiel ihr auf, dass diese mit sehr lauten Geräten arbeiteten und, um ihre Ohren zu schützen, Ohrschützer trugen.

„Hmmm“ dachte sie sich… „der Lärm hier auf der Baustelle kommt dem bei mir im Büro schon ziemlich nahe. Was wäre also, wenn ich mir auch solche Kopfhörer zulege?“ ?

Gesagt getan… Kurz beim bekannten Online-Versandhändler des Vertrauens gestöbert, Rezensionen durchforscht und… gekauft.

Eine Woche später… Gundula sitzt auf der Arbeit, es ist wieder mal kaum auszuhalten, sie nimmt ihre neue Errungenschaft aus ihrer Handtasche, setzt die Kopfhörer auf und…. RUHE aaaaaaaaaah ?

Am Anfang wurde sie von ihren Kollegen komisch beäugt. „Was hat die denn auf den Ohren…“ es dauerte nur zwei Monate, dann hatten alle diese Kopfhörer.

Und wie ist es heute?

Nun, du kannst dir sicherlich vorstellen wie ruhig es im Büro wurde, nachdem alle sich solche Kopfhörer zugelegt hatten, so dass Gundula ihre Kopfhörer gar nicht mehr benötigte. 

Aber wozu führte diese Aktion? 

Allen wurde bewusst, wie viel sie schaffen und bewegen können, wenn sie konzentriert arbeiten und sich sprichwörtlich von der Außenwelt abkoppeln.

Muss es wirklich die komplette Abkopplung von anderen sein oder gibt es einen besseren Weg? 

Was ist, wenn wir mit unseren Kollegen – nennen wir sie – „Hustle-Zeiten“ vereinbaren. Alle sind informiert, keiner stört und die Dinge werden wirklich da fertig gemacht, wo sie auch hingehören. 

Und wenn es Laufkundschaft gibt, wie wäre es hier, Sprechzeiten zu vereinbaren? Ist das realistisch???

Was ich immer klammheimlich gemacht habe,…ich habe mir den unbeliebtesten, fensterlosesten Konferenzraum gesucht – da wo wirklich keiner hinwill – im Keller, mit grellen Leuchtstoffröhren, ohne Luftzirkulation und mich dorthin für 2h am Tag zurück gezogen. Nicht jeden Tag (sollte ja nicht auffallen) aber ein bis zweimal die Woche habe ich mir diese Zeit „gegönnt“. ?

Ohne Telefon. Dann fertig gemacht was fertig zu machen war und danach war ich wieder voll für meine Kollegen ,da.

Aber warum klammheimlich… kann das nicht Teil der Firmenkultur werden? Ich meine, irgendwie wollen wir doch alle, gerade auf der Arbeit, konzentriert arbeiten können, oder?

Übrigens: Wenn du dieselbe Strategie verfolgen solltest wie ich, dann möchte ich dir an dieser Stelle den Tipp geben, nicht zu vielen diesen Tipp zu geben. Denn sonst ist dein „schöner“ Raum bald ständig besetzt von anderen 😉

Obwohl…dann trifft man sich eben dort und arbeitet…hochkonzentriert…jeder für sich… gemeinsam.

Wie wäre das ❓?